Version 2.23.3.0

von ibk Software AG (Kommentare: 0)

Zusammenfassung

Diese Release ist eine Übergangsversion auf dem Weg zu 2.24. Solange die Version 2.24.x noch nicht die notwendige Produktionsreife erreicht hat, werden fällige Anpassungen noch auf der stabilen Version 2.23 realisiert (und natürlich auch in die Version 2.24 portiert). Umgekehrt werden vereinzelt neue Funktionen von 2.24 in die Version 2.23 zurückportiert, ein Beispiel ist «Picks stornieren».

Mit 2.23.3.0 werden folgende Änderungen umgesetzt:

  • Neue Funktion «Picks stornieren», Hinweis bei «Reset»
  • Eine Anzahl von Auszeichner-Etiketten drucken (CR 009-046)
  • Überarbeitung der EPCIS Implementierung (CR 009-045, CR 009-047)
  • Bestellungen an ERP senden statt in BPS erzeugen (CR 009-043)
Neue Funktion «Picks stornieren», Hinweis bei «Reset»

(Backport von 2.24.1.0)

Die neue Funktion «Picks stornieren» in den Auftragstouren ermöglicht es, bestehende Kommissionierungen zu stornieren. Gleichzeitig wird die Sollmenge zurückgestellt auf die Original-Bestellmenge. Wird die Funktion in einer aktiven Auftragstour verwendet, so werden die allfällig beim Picken erfolgten Änderungen soweit möglich ebenfalls storniert:

  • Eine allfällige Lagerbestandsänderung wird rückgängig gemacht.
     
  • Falls die Position in einem GRAI oder SSCC an das EPCIS-Systen geschickt wurde, wird ein DELETE-Event erzeugt um sie wieder zu entfernen. Umfassen die stornierten Picks eine ganzes GRAI oder SSCC, so wird das ganze Element per DELETE Event storniert.
     
  • Wenn Positionen zu einem Automaten gehörten und dieser eine entsprechende Schnittstelle hat (z.B. MIFA), so wird dem Automaten eine entsprechende Änderungsaufforderung geschickt.

Bisher wurde zu diesem Zweck oftmals die Funktion «Reset» verwendet, obwohl diese dafür nicht gedacht ist. Neu ist die Reset-Funktion deshalb etwas "versteckt" nur noch über das Hauptmenü zu finden:

Und es kommt statt einer kurzen Frage eine Warnung mit Hinweis auf die Funktion «Picks stornieren»:

Eine Anzahl von Auszeichner-Etiketten drucken (CR 009-046)

Wenn am aktuellen PC eine Packlinie konfiguriert ist, erscheint im Artikelstamm eine Funktion zum Testen der Preisauszeichnung. (Das kann natürlich auch eine Pseudo-Packlinie sein, nur damit die Funktion sichtbar ist.) Im diesem Testprogramm kann man neu auch eine Anzahl Etiketten eingeben:

In Verbindung mit dem generischen Auszeichner und einem Etikettendrucker ergibt sich damit eine praktische Möglichkeit um eine Anzahl von Artikeletiketten zu drucken.

In den Auszeichnereinstellungen kann die eingegebene Anzahl mittels Platzhalter [x_labelcount] verwendet werden:

Auch im Testprogramm der Auszeichnereinstellungen kann die Anzahl eingegeben werden:

Testausgabe des Beispiels:

 

Überarbeitung der EPCIS Implementierung (CR 009-045, CR 009-047)

Die Implementierung der EPCIS Schnittstelle wurde komplett überarbeitet.

Die erste Fassung welche bis 2.23.2 im Einsatz war erzeugte die zu übermittelnden XML Dokumente in zwei Schritten: Die Daten wurden im Client Programm zusammengestellt und über eine Warteschlange an den zentralen EPCIS Dienst (Service) übergeben. Der EPCIS Dienst formattierte dann die Daten zu XML Telegrammen und übermittelte diese per HTTP POST an den zentralen EPCIS Server.

Dieser Ansatz hat sich in der Praxis aus zwei Gründen als nicht optimal herausgestellt: Zum einen werden häufiger als ursprünglich angenommen Änderungen respektive Erweiterungen an den XML-Telegrammen benötigt, was jedes mal eine neue Release von BPS erfordert. Zum anderen ist das Konzept mit der geteilten Datenzusammenstellung, Übergabe, und dann Generierung der Telegramme kompliziert und aufwändig wenn neue Daten hinzukommen.

Die neue Implementierung lagert die Datenermittlung und Generierung der XML Telegramme in ein Script aus. Über die Warteschlange wird das fertige Telegramm dann an den EPCIS-Dienst weitergegeben, welcher dieses an den zentralen EPCIS Server übermittelt.

Damit ist es nicht mehr erforderlich für jede EPCIS Anpassung eine neue BPS Release zu erstellen, es genügt dazu ein neues Script zu erstellen oder ein bestehendes anzupassen. Das kann weiterhin durch IBK erfolgen, oder auch kundenseits selber gemacht werden wenn das entsprechende Programmier-Know-How vorhanden ist.

Folgende Scripts werden mit dieser Release ausgeliefert:

MODE (alt) Script (neu) Kommentar
MIFA epcis/default/dummy.js Für SSCC Generierung bei MIFA (ab 2.24.0.0 nicht mehr benötigt)
GMOS 1.1.1 epcis/gmos/gmos111.js Aktueller EPCIS Stand bis 2.23.2.5
GMOS 1.1.2 epcis/gmos/gmos112.js Wie gmos111.js, plus: gmos:conveyance (CR009-041, CR 009-047)
- epcis/gmos/gmos113.js Wie gmos112.js, plus: gmos:TripName, gmos:TradeGroup und gmos:OrderPosition (CR 009-045)

Das Dokument EPCIS-GMOS-V2.pdf im Downloadbereich von GMOS beschreibt die Details.

Bestellungen an ERP senden statt in BPS erzeugen (CR 009-043)

GMOS wird im EWM Projekt als nächsten Schritt die gekühlten Bereiche umstellen, jedoch bleibt das Fleischsystem auf BPS. Die im Fleisch produzierten Gebinde sollen allerdings eine Anlieferung im ERP generieren und an das EWM gesendet werden. Ein Problem ist dabei, dass Bestellungen welche in BPS erfasst werden (z.B. Nachbestellungen und Zuteilungen) bisher keine SAP-Referenz haben und der vorgesehene Ablauf damit nicht zeitnah erfolgen könnte.

Mit dieser Anpassung generieren auf BPS erfasste Bestellungen nicht mehr sofort BPS-Auftragspositionen, sondern die Bestellungen werden statt dessen an das ERP gesendet. Dieses generiert daraus dann SAP-Bestellungen welche in BPS wieder mit den bestehenden KO-Schnittstellen eingelesen werden können. Sämtliche Auftragspositionen werden somit zukünftig SAP Auftrags- und Positionnummern haben.

Technisch ist dies in BPS so gelöst, dass die Bestellungen zunächst in die Übergabetabellen t_erporders und t_erporderitems geschrieben werden. Das Batch-Script «erpexport» welches auf dem zentralen Scheduler regelmässig gestartet wird exportiert die Bestellungen dann in Dateien, welche vom ERP wieder eingelesen werden können. Pro Auftrag wird jeweils eine Datei «NB-...» oder «EL-...» erzeugt welche die Bestellung respektive Ersatzbestellung in XML Form enthält.

Die Zeit die vergeht bis die neuen Bestellungen in BPS wieder per KO-Schnittstelle eingelesen sind und zur Kommissionierung bereitstehen hängt wesentlich von der Verarbeitungsgeschwindigkeit auf SAP-Seite ab. Seitens BPS kann man die Aufrufintervalle des ERP Exportscripts und des KO-Auftragsimportscripts entsprechend kurz einstellen.

Aktiviert werden die ERP-Bestellungen über die neue Einstellung «OrderGenMode» in Central System Settings/GuiConfig. Ist dort «BPS» eingetragen (Vorgabe) so werden Bestellungen sofort in BPS Aufträge gespeichert. Steht die Einstellung auf «ERP», so werden die Bestellungen statt dessen in die Übergabetabellen geschrieben.

Folgende Anwendungen generieren ERP Bestellungen:

  • Bestellaufnahme
     
  • Zuteilungen
     
  • Auftragstouren:
    • Kürzen, mit Angabe eines Ersatzartikels und/oder einer Nachlieferungstour
    • Abschluss, mit Angabe einer Nachlieferungstour für nicht oder unvollständig kommissionierte Positionen

Für folgende Anwendung ist die Generierung von ERP Bestellungen nicht realisiert:

  • Bestellaufnahme nach Liste

 

Bei der Bestellaufnahme sind die Auswahlen für «Bestellart» und «Auftragsstatus» im ERP Modus fixiert:

Bei der Zuteilung ist die Auswahl «Auftragsstatus» im ERP Modus fixiert:

Exportscript:

 

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