Testvergleich VMT7012 und DLT-V8310

von Peter Koch (Kommentare: 0)

Ads-tec VMT7012

Bei meinem Testgerät war Window 10 IoT Enterprise 64-Bit vorinstalliert. Auffällig ist der sehr helle Bildschirm der sich dadurch auch Outdoor z.B. auf der Rampe sehr gut ablesen lässt. Mit der Auflösung von 1024 x 768 Pixel erfüllt er die Anforderung für BPS Touchscreen-Programme.

Die Funktionstasten unterhalb des Displays dienen zum Aufruf einer Touchscreen-Tastatur, zum Umschalten zwischen Anwendungsfenstern, für einen frei belegbaren Hotkey sowie als rechte Maustaste. In Kombination mit der Fn-Taste kann die Helligkeit des Bildschirms und die Lautstärke reguliert werden. Sehr praktisch finde ich die Umschalttaste mit der man sehr schnell zwischen verschiedenen geöffneten BPS Fenstern wechseln kann.

Zwischen Funktionstasten und Ein/Aus Schalter befindet sich noch ein per gummiertem Deckel geschützter USB 2.0 Port, drei weitere befinden sich hinten unter einem ebenfalls abgedichteten Deckel. Dort finden sich zudem zwei GBit Ethernet Anschlüsse sowie eine serielle Schnittstelle RS232 welche eher für den stationären Betrieb von Nutzen sind. Im mobilen Betrieb kommt die integrierte WLAN Schnittstelle mit drei hinter der Frontblende verteilten Antennen zum Einsatz welche 802.11 a/b/g/n unterstützt.

Die Installation von BPS in der 64-Bit Ausgabe verlief problemlos. Die Ausführungsgeschwindigkeit ist sehr gut, dank der 64GB grossen SSD und des 1.75GHz Dual-Core Atom Prozessors starten die Programme sehr schnell. Das Gerät macht einen sehr soliden Eindruck. Mit einem Temperaturbereich von -20 bis +55 °C und der Schutzklasse IP65 eignet es sich für alle Bereiche eines Lagers.

Advantech Dlog DLT-V8312

Als Betriebssystem war Window Embedded Standard 7 in der 32-Bit Ausführung vorinstalliert. Der Display weist die gleiche Auflösung von 1024 x 768 Pixel auf wie der VMT7012. Bei der maximalen Helligkeit ist er dem VMT vergleichbar. 

Mit Funktionstasten ist der DLT reichlich ausstaffiert, unterhalb des Displays steht sogar eine numerische Tastatur zur Verfügung die jedoch wegen des Layouts in einer Zeile etwas gewöhnungsbedürftig ist. Gegenüber dem VMT vermisste ich die nützliche Taste zum Umschalten zwischen geöffneten Fenstern. Praktisch hingegen sind hier die Tasten zum Sperren des Touschscreens und zum Abschalten der Displaybeleuchtung.

Drei USB 2.0 Ports befinden sich hinten unter einem abgedichteten Deckel. Dort finden sich ebenfalls ein GBit LAN Anschluss sowie zwei serielle Schnittstellen RS232. Die integrierte WLAN Schnittstelle hat eine Antenne die in Form eines roten Blocks oben aus dem Gerät herausragt. 802.11 a/b/g/n wird ebenfalls unterstützt.

Die Installation des Oracle Instant Client und von BPS in der 32-Bit Ausgabe verlief problemlos. Die Ausführungsgeschwindigkeit ist gut, im direkten Vergleich mit dem VMT dauert das Starten gewisser Funktionen aber etwas länger, was ich hauptsächlich dem geringeren Arbeitsspeicher zuschreibe. Das Gerät macht ebenfalls einen sehr soliden Eindruck, und mit dem Arbeitsbereich von -30 bis +50 °C und der Schutzklasse IP66 eignet es sich ebenfalls sehr gut für alle Bereiche eines Lagers.

Fazit

Beide Geräte eignen sich gut für den Einsatz mit BPS. Ein wichtiger Punkt ist jeweils wie gut sich das WLAN im Lager verhält, das ist je nach Lager und Accesspoints natürlich unterschiedlich und muss im eigenen Lager getestet werden.

Im direkten Vergleich lief das VMT etwas flüssiger, das DLT war aber auch absolut OK wenn die Programme mal gestartet waren. Das VMT machte auch insgesamt mit Windows 10 den runderen Eindruck, alles funktioniert auf Anhieb und ohne Macken. Das DLT benötigte hingegen etwas mehr Zuwendung, was aber nicht überbewertet werden soll: Ab und zu zickte es beim Verbinden mit unserem WLAN, und die vorinstallierte Bildschirmtastatur quittierte jeweils kurz nach dem Start den Dienst weil eine Lizenz fehlte.

Beim DLT würde ich mir einen etwas grösseren Massenspeicher wünschen, nach Installation von Oracle Instant Client und BPS war nur noch 1 GB frei. Solange nur BPS installiert wird ist es noch ausreichend. Beim VMT blieben hingegen 44 GB frei, sodass dort genug Reserve für weitere Anwendungen vorhanden ist.

Vergleichstabelle

  Ads-tec VMT7012 Advantech DLT-V8312
Display Auflösung 1024 x 768 1024 x 768
Touchscreen Resistiv Resistiv
Funktionstasten 5 25
CPU Intel Atom E3827 1.75 GHz
Dual Core 2 Threads
8W Verbrauch
Intel Atom D525 1.80 GHz
Dual Core 4 Threads
13 W Verbrauch
RAM 4GB 2GB
Massenspeicher SSD 64GB Memory Card 8GB
Betriebssystem Windows 10 IoT 64-Bit Windows 7 Embedded Standard 32-Bit
Schnittstellen 4 x USB 2.0
1 x RS232
2 x LAN GBit
3 x USB 2.0
2 x RS232
1 x LAN GBit
Wireless WLAN 802.11 a/b/g/n WLAN 802.11 a/b/g/n
Schutzart IP65 IP66
Gewicht 3.3 kg 5.5 kg
Betriebstemperatur -20 bis +55 °C -30 bis +50 °C
Stromversorgung 24 VDC 12/24/48 VDC

Die Geräte wurden zur Verfügung gestellt von Scansystems.

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